Warum Zähneputzen keine Verhandlungssache ist - und wie es trotzdem leichter gelingen kann
- vor 2 Tagen
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Zähneputzen ohne Diskussion, aber mit ganz viel Kreativität

Zähneputzen gehört in vielen Familien zu den anstrengendsten Momenten des Tages.
Kaum kommt die Zahnbürste zum Vorschein, beginnt das Diskutieren, Weglaufen oder Verstecken.
Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, können Sie beruhigt sein: Damit sind Sie nicht allein.
Die gute Nachricht ist: Es gibt viele Möglichkeiten, das Zähneputzen entspannter zu gestalten – ohne jeden Abend in einen Machtkampf zu geraten.
Über das Zähneputzen wird nicht diskutiert
Es gibt Themen in der Erziehung, bei denen wir als Erwachsene ohne Wenn und Aber Verantwortung übernehmen müssen.
Die Zahngesundheit gehört eindeutig dazu.
Karies verschwindet leider nicht von allein und Milchzähne sind keineswegs „egal“, nur weil sie irgendwann ausfallen. Gesunde Milchzähne sind wichtig für die Sprachentwicklung, die Ernährung und auch für die bleibenden Zähne.
Deshalb gilt für mich:
Ob geputzt wird, steht nicht zur Diskussion.
Wie wir dieses Ziel erreichen, dagegen schon.
Mitbestimmung statt Machtkampf
Kinder möchten selbst entscheiden.
Dieses Bedürfnis können wir nutzen, ohne das eigentliche Ziel aus den Augen zu verlieren.
Zum Beispiel darf das Kind entscheiden:
Welche Zahnbürste heute benutzt wird.
Welche Zahnpasta verwendet wird.
Ob zuerst oben oder unten geputzt wird.
Ob Mama oder Papa nachputzt.
Ob zuerst das Kind oder der Erwachsene beginnt.
So erlebt das Kind Selbstbestimmung, obwohl das Zähneputzen selbstverständlich stattfindet.
Spielerische Ideen für mehr Freude
Nicht jedes Kind spricht auf dieselben Ideen an.
Deshalb lohnt es sich, verschiedene Möglichkeiten auszuprobieren.
Zum Beispiel:
Gegenseitig die Zähne putzen
Viele Kinder finden es spannend, wenn sie zuerst Mama oder Papa die Zähne putzen dürfen.
Danach werden die Rollen getauscht.
Den Ort wechseln
Wer sagt eigentlich, dass Zähne immer nur im Badezimmer geputzt werden dürfen?
Manchmal sorgt schon ein Ortswechsel für neue Motivation.
Vielleicht werden heute die Zähne…
im Schlafzimmer,
auf dem Sofa,
auf dem Balkon,
oder gemeinsam vor einem großen Spiegel geputzt.
Allein diese kleine Veränderung macht den Alltag oft interessanter.
Zahnputzlieder oder Timer
Alles macht mehr Spaß mit Musik - wieso sollte es beim Zähneputzen anders sein? Bei Youtube finden sich haufenweise Zahnputzlieder, die eurem Kind spielerisch die richtige Putztechnik nahebringen.
Außerdem hilft eine kleine Sanduhr vielen Kindern dabei, die Putzzeit besser einzuschätzen.
Statt ständig zu sagen: "Wir sind gleich fertig."
zeigt die Sanduhr ganz von allein, wann das Zähneputzen beendet ist.
Kuscheltiere putzen zuerst
Vielleicht braucht heute zuerst der Teddy saubere Zähne.
Oder die Lieblingspuppe.
Danach ist das Kind dran.
Kleine Zahnputzgeschichten
"Ich sehe da noch ein Marmeladenmonster!"
Oder:
"Da versteckt sich noch ein Käsekrümel hinter dem Backenzahn."
Viele Kinder lassen sich spielerisch viel leichter motivieren als durch ständige Aufforderungen.
Manchmal hilft auch Technik
Manche Kinder mögen elektrische Zahnbürsten lieber als Handzahnbürsten.
Andere genau umgekehrt.
Auch hier lohnt es sich, verschiedene Varianten auszuprobieren.
Und wenn gar nichts funktioniert?
Natürlich gibt es Tage, an denen selbst die kreativsten Ideen nicht helfen.
Dann bleiben wir trotzdem ruhig.
Denn am Ende tragen wir Erwachsenen die Verantwortung.
Das bedeutet:
Wir bleiben freundlich.
Wir bleiben ruhig.
Aber wir bleiben konsequent.
Mein Fazit
Zähneputzen muss kein täglicher Machtkampf sein.
Kinder brauchen einerseits liebevolle Begleitung, andererseits aber auch Eltern, die Verantwortung übernehmen.
Nicht alles muss diskutiert werden.
Aber fast alles kann liebevoll gestaltet werden.
Je spielerischer wir den Weg gestalten, desto leichter fällt vielen Kindern das Mitmachen.
Sie wünschen sich mehr Gelassenheit im Familienalltag?
Grenzen setzen, Kooperation fördern und Konflikte im Alltag begleiten – genau dabei unterstütze ich Familien in meiner Beratung.
Wenn Sie sich mehr Sicherheit im Umgang mit Ihrem Kind wünschen oder sich ein entspannteres Familienleben wünschen, freue ich mich darauf, Sie kennenzulernen.
Sophia Pawisa, Familienberaterin in Kirchheim unter Teck und Umgebung

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